Donnerstag, 15. Mai 2008

Fly!


Ich war gestern Abend mit 11 anderen Leuten bei einer Einrichtung, in der man Indoor Skydiving macht! http://iflysfbay.com/index.php?page=10 Wir alle bekamen zu Beginn eine Anweisung, welche Verhaltensweisen zu vermeiden sind und welche unabdingbar, wonach wir in unheimlich stylische Anzüge gesteckt wurden ;-), Ohrstöpsel, Schützer und Helme bekamen und ab gings auf die Bank neben eine Art Tunnel, untere deren Netzbedeckter Boden Düsen stecken, die mit 140 Meilen pro Stunde Luft hoch pusten. Dann wurde sich einzeln mit dem "Instructor" vornüber in die Röher gestürzt und mit guter Körperbeherrschung hat man dann gleich den perfekten Flug hingelegt.
Einziges Problem bei mir war, dass ich bei dem heftigen Wind das Gefühl hatte, nicht einatmen zu können-was nach kurzer Zeit so unangenehm wurde, dass ich beide 1-Minuten-Flüge etwas eher abgebrochen habe. Wollte ungern eine Panikattacke im Arm des schicken Instructors bekommen :-) ...es war, als versuche man, eine Mauer einzuatmen. Ich war ziemlich enttäuscht, dass ich das auch bei zweiten Versuch nicht hinbekommen habe, bis zum Ende durchzuhalten, da das Ganze ziemlich viel Spaß gemacht hat! Naja, wenigstens gibt´s es ein Beweisbild und eine DVD!

Ansonsten erleben wir hier gerade eine für Mai ziemlich ungewöhnliche Hitze, heute sollen es noch 39 °C werden. Da die Luftfeuchtigkeit jedoch sehr gering ist, lässt es sich noch gerade so aushalten. (Das ist das erste Mal, dass ich diese Trockenheit hier gutheiße!)

Viele liebe Grüße nach Bremen!!

Freitag, 2. Mai 2008

Sonoma





Ich war am letzten Wochenende spontan in Sonoma, Weinberge anschauen. Ich weiß gerade gar nicht, ob ich das schon geschrieben hatte, ich habe vor ein paar Wochen zufällig eine kennen gelernt, die hier in der Gegend Au Pair ist und aus Bremen kommt! Mit ihr bin ich also am Samstag Morgen spontan aufgebrochen und einfach mal Richtung Sonoma Valley gefahren. Ob wir da auch wirklich landen, ließen wir offen, denn leider konnten wir den Van ihrer Gasteltern nicht nehmen, der ein "Bett im Dach" gehabt hätte, daher haben wir ihren Jahrzehnte alten Passat genommen.
Der erste Stop war die Golden Gate Bridge auf der SF-Seite, da hatte ich noch nie für Fotos gestoppt. Geht ja nicht, also wurde dieser Umstand geändert. Ja und danach sind wir einfach immer schön durch die Hitze gefahren (welche nur an dem Wochenende war, welch ein Glück) und plötzlich waren wir doch schon in Sonoma. Downtown ist sehr schön und wir sind einfach mal durch die Gegend gebummelt. Da die Hotels hier aber ziemlich teuer sind und die Touri- und Hotelinfo schon zu hatte, haben wir uns Richtung Napa nach Kenwood aufgemacht, wo ein Campingplatz ist. Somit haben wir die Nacht eingeschlossen im Auto verbracht, zusammen gefaltet auf unseren Sitzen. Da sie auch so groß ist wie ich musste ich wenigstens nicht alleine leiden ;-) Ein Platznachbar auf dem nicht sehr besuchten Campground hatte uns schon für die Nacht in seinen Wohnwagen eingeladen und war beleidigt, dass wir den Abend nicht mit ihm verbringen wollten, um über Deutschländ zu reden. Somit waren wir recht froh, unsere Bleibe abschließen zu können und "safe" zu sein.
Nachdem wir unseren Platz sicher hatten haben wir uns noch mit Brennholz, Taschenlampe, Marshmallows, Weinchen und blumigen Cocktailgläsern versorgt, damit das Ganze auch perfekt wird. Nachts wurde dann mal "vom Bett aus" eine Runde gedreht, weil es kalt wurde und die Heizung angeschmissen werden wollte. Und morgens gab es eine wunderschöne Sicht auf die Berge, da wir mitten in der Pampa waren. :-)

Mittags ging es dann hoch nach Santa Rosa und über winzige Sträßchen westlich zur Bodega Bay-wo das Auto mitten am Highway 1 den Dienst versagte. (Nur die Aussicht direkt an der Klippe hat etwas versöhnt...) Aber der wahrscheinlich netteste Ranger der Welt hat das Ding nach einer ziemlich langen Weile wieder in Gang bekommen (bis nach Hause, nun Totalschaden!) und uns eine Fahrt im Ranger Car beschert :-)
Fazit des Wochenendes: richtige Abenteuer erlebt man auch in 36 Stunden und auf die amerikanischen Wagen sollte man sich wirklich nicht verlassen, dies war ja schon die 2. Panne, die ich nun am Rande des Highways ausstehen musste. Nicht sooo toll. Außerdem sehen ins Sonoma sogar die Starbucks Kunden anders aus-siehe Fotos ;-)

Ansonsten geht´s mir hier ganz gut, habe aber viel zu arbeiten, immer zwischen 8 und 10 Stunden am Tag. Kinder sind auch dauernd krank und so richtig konstant warm ist es noch nicht. Mal 36 Grad im Schatten, dann eisiger Wind und nur 4 Grad in der Nacht.

Neueste Wilderlebnisse: eine Bobcat und ein Chipmunk! Ich dachte, die gäbe es nur in Zeichentrick-Filmen...

LG nach Deutschland!

Mittwoch, 23. April 2008

Ein halbes Jahr





Heute bin ich seit genau 6 Monaten in den USA! Die Zeit rast!
Letzte Woche hatte ich ganz wunderbaren Besuch, meine Mama und Schwester waren ja hier, somit konnte ich endlich mal alles zeigen, was mich tagtäglich so umgibt. Und etwas mehr. Mit dem Wetter hatten wir auch riesiges Glück: nachdem es diese Woche schon Frost gab und es gerade regnet, waren über 30 Grad und strahlender Sonnenschein. Was mit kaputter Klimaanlage im Auto zwar die reinste Qual war, aber ich will mich mal sonst nicht beschweren ;-) Unter anderem waren wir nördlich von San Francisco in den "Muir Woods", uns Redwoodtrees ansehen und auf dem Rückweg gab es eine einmalige Sicht auf "the city". Laut meinen Gasteltern ist es nur ungefähr ein Mal im Jahr so klar und dunstfrei. Ein Glückstreffer! Zwischen diesen beiden Sehenswürdigkeiten ging es aber noch etwas weiter nördlich nach Stinson Beach den Highway 1 entlang-dort ein schmales Sträßchen, dass nicht nur nach Rechts/Links/Oben/Unten geht, sondern dabei noch meistens schräg ist. Aber die Sicht ist atemberaubend, man fühlt sich wie auf der Spitze der Welt: links die Küste und der Pazifik, rechts geht es hinunter in grüne Täler. Hach...

Direkt nach dem Abflug der beiden (ein Rat an alle: meidet United Airlines!!!) bin ich dann für zwei Tage mit meiner Hostfamily nach Santa Barbara gefahren. Die grandioooooose Whale-Watching-Bootstour war ein ziemlicher Reinfall, nicht ein Vieh wurde gesichtet. Aber immerhin haben die Kinder sich benommen bzw. das Ganze auf meinem Schoß verschlafen-äußert angenehm! Wollte ungern eins über die Reling gehen sehen. Und hinter einer 1,5 Jahre alten Personifizierung Michel Lönnebergers wollte ich auch nicht über 2 Stunden her rennen. Also lieber keine Wale aber Ruhe...

Mein Yogakurs im College ist recht gut, findet zwei Mal die Woche statt und wird eventuell für mentale Entspannung sorgen. Aber das bleibt noch abzuwarten-mit großer Wahrscheinlichkeit tritt die erst nach Ablauf meines Au Pair-Vertrages ein :-)

LG nach Deutschland!

Dienstag, 1. April 2008

...alles neu macht der April?!

Da ja plötzlich schon Frühling ist, mein erstes Halbjahr hier fast vorüber ist, es überall blüht, statt "Storytelling in American Cultur" in Zukunft "Yoga" mein Collegekurs sein wird, wurde es auch mal Zeit für ein neues Layout. Konnte das Pink nicht mehr sehen. Hier das Ergebnis :-)

Santa Barbara








Ich war am Wochenende in Santa Barbara, meine französische Freundin und ich haben am Freitag Nachmittag den Bus für eine 6stündige Fahrt genommen-was sich auf jeden Fall ausgezahlt hat: entlang des Highway 101 ging es hinter Sausalito über ewig lange Spargel-, Artischocken- und Erdbeerfelder, daraufhin passierte man auf dem Weg nach San Louis Obispo Hügel, die in diesen Monaten so grün sind, als wäre man in Irland. Als wir dann auf den Highway 1 kamen und der Pazifik zu sehen war, war gerade Sonnenuntergang-schöööön!

Für den Rückweg hatten wir den Zug gewählt-8 Stunden Coastliner, somit konnten wir den Teil der Küste sehen, der auf dem Hinweg schon in der Dunkelheit lag. Es gibt im Zug einen Loungebereich mit großen Glasfenstern, durch die man die Schönheit der Küste bewundern konnte. Auf den Hügeln gegenüber des blauen Pazifiks war neongrünes Gras mit knallgelben Senfblüten und einer seltenen gelben Pflanze zu sehen, die nur zwischen Februar und April hier an der Küste wächst. Sehr sehenswert!

Und da wir am Samstag den ganzen Tag durch die Stadt geflitzt sind (im wahrsten Sinne des Wortes, wir hatten uns Räder geliehen), war es auch gar keine Qual, 8 Stunden im Zug zu sitzen... Santa Barbara gehört von nun an definitiv zu meinen Lieblingsstädten! Jede Straße, jeder Berg, jeder Strandabschnitt, jedes Gebäude ist so schön und erinnert oftmals an Italien oder Spanien, das ist unglaublich. Es gibt eine sehr schöne Mission, das alte Gerichtshaus, nette Café-Bars und Restaurants (wir waren wunderbar französisch essen, bei "echten" Franzosen), unglaublich hilfsbereite Menschen, europäische Bäckereien und zig Shoppingmöglichkeiten, ohne in einer Mall gefangen zu sein-was möchte man mehr?! Das war das, was wir nach einem knappen halben Jahr mal gebraucht haben: historische Gebäude, Cafés die nicht "Starbucks" heißen, die Möglichkeit sich an der frischen Luft zu bewegen-und keine Kinder ;-)

Allerdings war ich etwas erstaunt: unser Hostel war bevölkert mit zwei großen Reisegruppen aus Deutschland und Österreich, an jeder Straßenecke deutsche Stimmen. Ich kam mir zwischenzeitlich vor wie auf Mallorca...
Was genau allerdings die Horde Minderjähriger mit Lehrerin nach CA verschlagen hat, habe ich nicht in Erfahrung gebracht, ich habe stumpf weiter Englisch mit meiner Französin geredet-war ja schließlich im (Kurz-)Urlaub! :-)

In einer Woche und zwei Tagen kommen Mama- und Schwesterherz mich besuchen-das wird soooo schön! Kann mir jetzt noch kaum vorstellen, dass sie bald mit mir "meine" Welt hier erobern werden!! Juhu!

Viele liebe Grüße nach Deutschland! :-)

Sonntag, 23. März 2008

Frohe Ostern!

Ich wünsche allen frohe Ostern!!

...von der amerikanischen Version des Osterfestes bin ich bis jetzt noch nicht sehr angetan, der "Good Friday" war kein offizieller Feiertag, daher 8 Stunden Arbeit für mich, heute gab´s immerhin 6 Stunden was zu tun und morgen, am Ostersonntag, ist dann endlich frei!
Dafür ist der Montag wieder kein Feiertag, daher sogar 10 Stunden Kinder hüten. Da sehnt man sich dann doch nach Bremen! Und wenn´s schon keine weiße Weihnachten gab, habt ihr ja wenigstens weiße Ostern ;-)

Wenigstens ist es in der Sonne schön warm, habe mir heute den ersten Sonnenbrand geholt-ich hatte vergessen, mir die Schultern einzucremen, als die Kinder sich mit Wasser durch den Garten gejagt haben.

Ach ja, heute bin ich seit 5 Monten in den USA! Ich bin irgendwie ganz beruhigt, dass die Zeit so schnell herum geht...
Jetzt geht es gleich auf eine Abschiedsparty eines schwedischen Au Pairs-allerdings darf ich da ja nicht mal ein Bierchen trinken, sonst komme ich den Berg nicht mehr heile hoch. Naja, ohne richtig Alkohol über all die Monate bleibt die Linie wenigstens (halbwegs) schlank :-)

Viele Küsse und frohes Eiersuchen!!

Mittwoch, 12. März 2008

Flower Power in San Francisco







Ich war gestern mit den Kindern und einem Teil der Familie meiner Hostmum in "the city", um im De Young Museum (http://www.famsf.org/deyoung/index.asp) bei einer besonderen Aktion zugegen zu sein: ein Mal im Jahr werden Blumenkünstler aufgefordert, Arrangements in Kombination zu den verschiedensten Kunstwerken zu fertigen. Sei es ein historischer Stuhl oder aber ein Gemälde. Das meiste war sehr gelungen und interessant interpretiert, einiges aber auch ziemlich kitschig. Was bei den älteren Besucherinnen gestern jedoch sehr gut ankam ;-) Die Blumen"bouquets" waren dann vor den Kunstobjekten aufgebaut und ausgeleuchtet, alles sehr schön präsentiert.

Zudem stelle ich die Bilder des heutigen Sonnenaufgangs online, der sah aus, als wäre man im Film "Independence Day", als das Ufo gleißend hell am Himmel erscheint. Ziemlich gespenstisch. Nach ein paar Minuten wurde das Licht ganz weiß, auch das war irre anzusehen. Aber ihr seht ja selbst :-)

Viele liebe Grüße aus dem wilden Westen!